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Letzte Änderung: 24. Juni 2008

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Veranstaltungen

 

Grimmelshausens Simplicissimus und der europäische Roman

Bericht über den Kongreß der Grimmelshausen-Gesellschaft
20.–23. Juni 2007 in Oberkirch und Renchen


Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltet im Abstand von drei Jahren in Verbindung mit ihrer Mitgliederversammlung einen wissenschaftlichen Kongreß. Im Jahr 2007 stand er unter dem Thema: „Grimmelshausens Simplicissimus im Kontext des europäischen Romans“. Er fand vom 20.–23. Juni 2007 in Oberkirch und Renchen statt, von beiden Grimmelshausen-Städten wieder großzügig unterstützt. Vorbereitet und geleitet vom Präsidenten der Grimmelshausen-Gesellschaft, sollte der Kongreß klären, weshalb der Simplicissimus als einziger deutschsprachiger Roman der frühen Neuzeit bis auf den heutigen Tag in hohem kanonischen Ansehen steht, was den Roman, wie sein Autor es wünschte, „aufhebens Werth“ gemacht hat.

Die 22 Referenten versuchten solche Fragen über Vergleiche mit der europäischen Romantradition zu beantworten. Dabei ging es weniger um Quellenfragen als um Fragen der Qualität: um Grimmelshausens Anteil an der Herausbildung einer modernen Romanpoetologie, um seinen unkonventionellen Umgang mit den Konstruktionsprinzipien des hohen und niederen Romans, mit der realistisch-satirischen Erzähltradition und den Formproblemen des autobiographischen Erzählens, um seine Kunstgriffe bei der Einformung unterschiedlichster Materien. Zu Vergleichen herangezogen wurden die Menippea (Apuleius, Lukian), Morus, Rabelais, die spanische novela picaresca, Cervantes (Don Quijote, Exemplarische Novellen), Scarron, Sidney, Sorel, Hieronymus Dürer, Reuter, Defoe, Sterne, Thackeray, Goethes Wilhelm Meister, Grass. Vergleichend konnten nicht nur zahlreiche Episoden des Simplicissimus neu interpretiert, sondern auch die immer wieder erstaunliche Reflektiertheit und Offenheit, d. h. die Modernität des simplicianischen Autors und seines großen Gegenwartsromans unter Beweis gestellt werden. Daß dem Kongreß der genius loci besonders förderlich war, erwies sich bereits vor Beginn des Kongresses bei der Exkursion zur Ruine Hohenrod, dem Schauplatz von Grimmelshausens Beernhäuter, aber auch bei der simplicianischen Weinprobe in Oberkirch, beim Besuch des Simplicissimus-Hauses in Renchen und beim Abschiedsschmaus im „Silbernen Stern“ zu Gaisbach.

Die Vorträge sind inzwischen in unserem Jahrbuch Simpliciana XXIX (2007) erschienen.

 

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Grimmelshausens Wunderbarliches Vogel-Nest.
Der Schlußstein des simplicianischen Zyklus

Bericht über das Arbeitsgespräch der Grimmelshausen-Gesellschaft
22.-24. Juni 2006 in Oberkirch

Mit Grimmelshausens beiden Vogel-Nest-Romanen - Das wunderbarliche Vogel-Nest, gedruckt Ende 1672, und Deß Wunderbarlichen Vogelnests Zweiter theil, durch die Kriegsereignisse am Oberrhein wohl erst Anfang 1675 erschienen - stand erstmals der Schlußstein des simplicianischen Zehn-Bücher-Zyklus auf dem Programm einer Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft. In zwei Abendvorträgen und einem zweitägigen Arbeitsgespräch, zu dem Italo Michele Battafarano (Trento) und Dieter Martin (Freiburg) eingeladen hatten, sollte das bisher geringere Interesse an den beiden Vogel-Nest-Romanen kompensiert, die narratologische Eigentümlichkeit des simplicianischen Finales aufgehellt und den von Grimmelshausen behandelten theologischen, zeitgeschichtlichen und literarästhetischen Diskursen nachgegangen werden.

Die Tagung, die eine besonders diskussionsfreudige Atmosphäre gekennzeichnet hat, eröffnete Rolf Tarot (Zürich) mit einem Abendvortrag zur "Kunst des Erzählens in Grimmelshausens Vogel-Nest", in dem er die Besonderheiten eines Ich-Erzählens bestimmte, das im Gegensatz zum Simplicissimus Teutsch kaum autobiographisch zu nennen ist. Narratologische Fragen standen dann auch im Mittelpunkt der ersten Gesprächseinheit: Friedrich Gaede (Freiburg) empfahl in seinem Referat über "Das plicarische Prinzip" jene Astgabel, in der das Vogelnest erstmals aufgefunden wird, als poetischen Initialpunkt zu begreifen, und Jörg Wesche (Augsburg) erörterte unter dem Titel "Unsichtbares lesen" die "Spielräume narrativer Selbstreflexion in Grimmelshausens Vogel-Nest", die schließlich bis zum Verschwinden des Erzählers am Ende des Zyklus führten.

Grimmelshausens bislang nicht systematisch erforschten Beitrag zur Etablierung der Literaturkritik im späten 17. Jahrhundert behandelte Dieter Breuer (Aachen), indem er besonders auf die in Grimmelshausens Werken episodisch integrierten Verteidigungen seines eigenen Schreibens (etwa gegen Philipp von Zesen) einging. "Vom Geld im Vogel-Nest" sprach Christoph Deupmann (Karlsruhe), der die spezifische Logik des Geldes in Grimmelshausens 'fiktiven finanziellen Autobiographien' aufdeckte, die erzählerische Behandlung des Geldmotivs vor den Hintergrund zeitgenössischer Wirtschaftslehren und moraldidaktischer Warnungen vor der Geldgier stellte. Mit einem emotionsanalytischen Instrumentarium näherte sich Rüdiger Zymner (Wuppertal) den "Gefühlen in Grimmelshausens Vogel-Nest", um die Möglichkeit zu erproben, den Schluß den simplicianischen Zyklus als 'vorempfindsamen Roman' zu lesen. Nachdem Dieter Martin (Freiburg) eine bislang unbeachtete ikonographische Tradition vorstellte, die für das Titelkupfer des zweiten Vogel-Nestes möglicherweise vorbildhaft war, widmete sich Elmar Locher (Verona) den "Strategien der Visibilität", wie sie sich in Grimmelshausens Erzählverfahren erkennen lassen. Den ersten Arbeitstag beschloß Wilhelm Kühlmann (Heidelberg) mit seinem öffentlichen Abendvortrag über "Machtspiel und Begehren. Zum epischen Tagtraum in Grimmelshausens Vogel-Nest", in dem er die zentralen Motive des Romanpaares sozialhistorisch und sozialpsychologisch analysierte.

Rosmarie Zeller (Basel), die mit ihrem Referat zur "Magia naturalis, Zauberkunst und Kritik des Wunderbaren im Vogel-Nest" den zweiten Tag des Arbeitsgesprächs eröffnete, deutete die überwiegenden 'natürlichen' Erklärungen vermeintlich magischer Phänomene als implizite kritische Auseinandersetzung mit der Wunderliteratur der Zeit. Mit seinen Überlegungen zur "göttlichen Logik des Teuflischen in Grimmelshausens Vogel-Nest" verband Maximilian Bergengruen (Basel) nicht nur einen Hinweis auf das Vorkommen analoger magischer Mittel in zeitgenössischen Hexenprozessen, sondern auch die Frage, ob das unsichtbar machende Instrument selbst teuflischen Ursprungs sei oder ob es lediglich teuflischem Gebrauch unterliege. Damit war die Tagung bei den "Theologischen Diskursen in Grimmelshausens Vogel-Nest und ihren historischen Kontexten" angelangt, die Walter Helmuth Sparn (Erlangen) instruktiv differenzierte: Grimmelshausen habe erstens implizit teil an allgemeinen theologiehistorischen Entwicklungen, beziehe sich zweitens explizit auf akademisch-theologische Debatten der Zeit und verwende drittens, mit durchaus ambivalenten Positionen, die theologischen Topoi seiner Epoche. Eine konkrete Fallstudie bot schließlich Peter Heßelmann (Münster), der das "Judenbild bei Grimmelshausen" untersuchte und dabei als Quellen des zweiten Vogel-Nestes Christian Gersons Der Jüden Thalmud (1607) und Michael Buchenröders Eilende Messias Juden-Post (1666) vorstellte.

Auf einer Exkursion nach Straßburg, deren Ziel die historisch reichen Bestände der von Dr. Louis Schlaefli mit großem Einsatz geführten Bibliothek des dortigen Priesterseminars waren, wurde der fruchtbare Gedankenaustausch des Arbeitsgesprächs, dessen schriftliche Erträge in den nächsten Simpliciana publiziert werden sollen, ebenso fortgesetzt wie in der traditionellen geselligen Runde in Grimmelshausens Gasthaus "Zum Silbernen Stern" in Oberkirch-Gaisbach.

Dieter Martin

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"Simplicissimus in Westfalen"

Bericht über die Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft
23.-26. Juni 2005 in Münster

Vom 23. bis zum 25. Juni 2005 fand im Ausstellungspavillon der Universitäts- und Landesbibliothek Münster die von der Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltete Tagung "Simplicissimus in Westfalen" statt.

Grimmelshausen, dessen Leben zu einem Großteil von Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges geprägt wurde, war als Kriegsteilnehmer von Ende 1636 bis zum Frühjahr 1638 in Westfalen und im Münsterland. Mit seinem in Soest stationierten Regiment des späteren kaiserlichen Feldmarschalls Johann Wenzel Graf von Götz unternahm er Streifzüge durch verschiedene westfälische Regionen zwischen Paderborn, Soest, Recklinghausen, Dorsten, Coesfeld, Rheine, Schüttorf, Lingen, Meppen und Vechta.

Grimmelshausen kannte also Westfalen und das Münsterland recht gut. Auch seine Darstellung Westfalens im Simplicissimus Teutsch lassen auf genaue Ortskenntnis schließen. Simplicissimus erwähnt verschiedene Gegenden, Ortschaften, Flüsse sowie Fern- und Poststraßen und berichtet vor allem von Aufenthalten in Soest, im Kloster Paradiese und in der umgebenden Region (Raum Soest - Lippstadt - Werl - Hamm - Paderborn). Ihm sind westfälische Bräuche und Sagen geläufig, er verwendet westfälische Redewendungen und Bezeichnungen, gibt niederdeutsche Sprache wieder, weiß um kulinarische Spezialitäten wie Schinken, Würste, Salzbutter, Bier, Stuten und Pumpernickel und sogar um dessen Zubereitung. Simplicissimus agiert - wie er in seinen "Stücklein" anschaulich erzählt - auf Beutezügen als berüchtigter "Jäger von Soest" und hat im "Jäger von Werl" einen nicht minder anrüchigen Gegenspieler. Auch der 1648 in Münster und Osnabrück geschlossene Westfälische Friede findet in Grimmelshausens Romanen Erwähnung.

Die Vorträge der Tagung widmeten sich insbesondere den auf Westfalen bezüglichen Textpassagen und stellten sowohl den Barockautor Grimmelshausen als auch die erzählte Welt seiner literarischen Figuren in den Kontext der regionalen Historie und Kulturgeschichte. Zwanzig Literatur- und Sprachwissenschaftler, Regional-, Kultur-, Militär- und Kunsthistoriker sowie Archivare und Bibliothekare trugen zu neuen Einsichten in das Leben und Werk des bedeutendsten deutschen Barockerzählers bei.

Vor der Tagungseröffnung fand am 22. Juni 2005 eine öffentliche Lesung aus Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch mit Liedern der Barockepoche - gespielt auf historischen Instrumenten - in der Studiobühne der Universität Münster statt. Rezitator war Markus von Hagen, es sang und musizierte Manfred Kehr. Den Auftakt zum ersten Tag des Kongresses bildete ein Empfang durch Karin Reismann, Bürgermeisterin der Stadt Münster, im Friedenssaal des Rathauses. Zum Abschluß der Tagung unternahmen die Tagungsteilnehmer eine Exkursion über Telgte, das Günter Grass 1979 zum Schauplatz seiner Erzählung Das Treffen in Telgte wählte, in die Grimmelshausen-Stadt Soest und in das vor den Toren der Stadt gelegene Kloster Paradiese. Eine weitere Station war das Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck bei Oelde-Stromberg. Dort referierte Walter Gödden (Münster) über "Die Präsentation von Barockliteratur im Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck".

Für die Dauer der Tagung hatte der Veranstalter im Tagungsraum eine kleine Buchausstellung zur Lektüre Grimmelshausens arrangiert: Werke, die der simplicianische Erzähler zitiert und verarbeitet hat, darüberhinaus ein Exemplar der Erstausgabe des Ewig-währenden Calenders (1670). Die Exponate stammten aus den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster und der Bibliothek des Germanistischen Instituts.

Drei Historiker stellten zu Beginn der Tagung die grundlegenden konfessionellen, militärgeschichtlichen, sozialen und politischen Bedingungen in Westfalen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts dar. Alwin Hanschmidt (Vechta) ging es um die "Konfessionsverhältnisse und Konfessionskämpfe in Westfalen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges". Eine militärgeschichtliche Perspektive hatte Bernhard Sicken (Münster), dessen Vortrag die Strukturbedingungen der Kriegsführung, den Kriegsverlauf und die regionalen Auswirkungen zum Thema hatten. Gunnar Teske (Münster) setzte sich mit den sozialen und politischen Verhältnissen in Soest und Lippstadt in den dreißiger Jahren des 17. Jahrhunderts auseinander. Daran anknüpfend standen literarische und bildliche Darstellungen des Raumes Westfalen im Mittelpunkt. Hans-Joachim Jakob (Siegen) widmete sich "Grimmelshausens Westfalen in Landschaftsdarstellungen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts".

In einem Abendvortrag präsentierte Hans Galen (Münster) ein von ihm entdecktes Porträt aus dem Jahr 1641, von dem er der festen Überzeugung ist, daß es den jungen Grimmelshausen zeigt. Galen erläuterte das Bild und stellte seine Authentizität erstmals in der Öffentlichkeit zur Diskussion. Die Entdeckung des Porträts, die Identifizierung des Dargestellten und des Malers wären eine Sensation, da bislang kein Porträt Grimmelshausens bekannt geworden ist. Weitere historische und kunsthistorische Forschungen werden allerdings notwendig sein, um den Bezug des Bildes auf Grimmelshausen zu klären und Galens These zu erhärten.

Der nächste Tag begann mit Vorträgen zum "Jäger von Soest". Michael Kaiser (Köln) sprach über "Grimmelshausen und die Lebenswelt der Söldner in den westfälischen Episoden des Simplicissimus Teutsch". Ralf-Peter Fuchs (München) referierte über "Claesgen von Wildt und seine Bande - 'Landzwinger' und die Ehre der Grafschaft Mark während des Aufenthaltes von Grimmelshausen in Soest". Sein Beitrag ließ aufschlußreiche Parallelen zum "Jäger von Soest" und zu seinen Kumpanen erkennen. Die Beiträge der auf der Tagung vertretenen Historiker erwiesen sich auch hier als Gewinn für die literaturwissenschaftliche Grimmelshausenforschung. Diese kam dann aber auch ausführlich zu Wort: Detlef Kremer (Münster) untersuchte Zusammenhänge von Körper und Gewalt im Simplicissimus Teutsch und stellte den Roman nicht nur in die Tradition des Pikaroromans, sondern wies auch auf Parallelen zum Manierismus und zur Groteske in Rabelais' Gargantua hin. Dieter Breuer (Aachen) lenkte den Blick auf die Hexe von Soest und die anderen westfälischen Wahrsager in Grimmelshausens Hauptwerk. Timothy Sodmann (Vreden) erkundete die niederdeutsche Sprache bei Grimmelshausen. Unter dem Titel "Der westfälische Epikur - Grimmelshausens Umgang mit seinem glücklichen Helden" durchleuchtete Wilhelm Kühlmann (Heidelberg) epikurische Motive und Episoden. Ortwin Lämke (Münster) untersuchte die Bedeutung des Geldmotivs im simplicianischen Erzählzyklus. Ein Abendvortrag von Klaus Haberkamm (Münster) im Schloß zu Münster widmete sich dem Verhältnis von Literatur und Astrologie sowie den Manifestationen von Astrologischem in der Innen- und Außenarchitektur Münsterscher Gebäude. ("Ästhetische Varianten der 'Chaldäischen Reihe' - Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch und der Skulpturenschmuck an Erbdrostenhof und Schloß in Münster").

Der dritte Tagungstag begann mit Vorträgen über Grimmelshausens Lektüre und die in den westfälischen "Stücklein" verarbeiteten Quellen. Bertram Haller (Münster) gab Erläuterungen zur westfälischen Bibliothekslandschaft in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ging der Frage nach, ob der "Vielleser" Grimmelshausen in Westfalen Zugang zu Büchern gehabt haben könnte. Thomas Althaus (Bremen) analysierte Grimmelshausens Episode vom Speckdiebstahl mit einem vergleichenden Blick auf die Textvorlage aus Erasmus Franciscis Lustiger Schaubühne. Dem von Simplicissimus in seiner Soester Zeit gelesenen Roman Arcadia von Philip Sidney in der Bearbeitung von Martin Opitz (1638) galt der Vortrag von Rosmarie Zeller (Basel).

Den Abschluß des dritten Tagungstages bildeten drei Vorträge zur Rezeption des simplicianischen Werkes in Westfalen. Thomas Köhler (Münster) ging der Aufnahme des Simplicissimus Teutsch in nationalsozialistischer Zeit nach und rückte dabei Karl Alexander Raidas Volksoper Der Jäger von Soest (1887) und ihre Aufführung 1936 in Soest ins Zentrum seiner Ausführungen. Ernst Jüngers Rezeption des "Jägers von Soest" galt die Aufmerksamkeit Friedrich Gaedes (Freiburg). Abschließend sprach Peter Heßelmann (Münster) über Gerhard Menschings 1989 erschienener Kriminalnovelle Grimmelshausen und der Mörder von Soest.

Die Vorträge werden 2006 als Beiheft zu "Simpliciana - Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft" veröffentlicht: Grimmelshausen und sein "Simplicissimus" in Westfalen. Hg. von Peter Heßelmann. Bern, Berlin, Brüssel, Frankfurt a. M., New York, Oxford, Wien: Peter Lang, 2006 (= Beihefte zu Simpliciana 2).

Peter Heßelmann


Zur Tagung "Simplicissimus in Westfalen" ist bereits ein reich illustriertes Begleitheft mit erläuternden Texten erschienen: Simplicissimus in Westfalen. Begleitheft zur Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft vom 23. bis zum 26. Juni 2005 in Münster. Hg. von Hans Galen, Klaus Haberkamm und Peter Heßelmann. Münster 2005. (ISBN: 3-00-016272-0)

Das Begleitheft bildet zum Teil bisher unveröffentlichtes graphisches Material ab, das in unmittelbarer Beziehung zum Tagungsthema steht. Die nicht nur in kulturgeschichtlicher Perspektive interessanten Porträts, Landkarten, Stadtansichten, Genre- und Kriegsszenen, Titelkupfer, Buchillustrationen, Skulpturen etc. vermitteln eindrucksvolle Bilder vor allem aus dem Jahrhundert des Dreißigjährigen Krieges. Auch das von Galen entdeckte Porträt wird reproduziert und erläutert. Das Begleitheft ist zum Preis von 6,50 Euro (inkl. Porto und Verpackung) beim Tagungsleiter erhältlich. Bestellungen bitte an folgende Adresse: Prof.. Dr. Peter Heßelmann
Propsteistr. 48
48145 Münster
E-Mail: P.Hesselmann@t-online.de
Fax: 0251-832-8344



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Ankündigungen


Fortunatus, Melusine, Genofeva

Internationale Erzählstoffe in der deutschen und
ungarischen Literatur der frühen Neuzeit

 

Internationale Tagung der Institute für Komparatistik, Germanistik und Ungarische Literaturwissenschaft der Hochschule Károly Eszterházy Eger in Verbindung mit dem Germanistischen Institut der RWTH Aachen
und der Grimmelshausen-Gesellschaft
vom 8. bis zum 12. Oktober 2008 in Eger (Ungarn)


Der Lehrstuhl für Komparatistik der Hochschule Károly Eszterházy in Eger und das Germanistische Institut der RWTH Aachen veranstalten in Verbindung mit der Grimmelshausen-Gesellschaft vom 8. bis zum 12. Oktober 2008 in Eger (Ungarn) ein internationales Kolloquium zum Thema „Internationale Erzählstoffe in der deutschen und ungarischen Literatur der frühen Neuzeit”. Die Gemeinsamkeiten der europäischen Literaturen, auch der ungarischen und der deutschen, beruhen nicht zum geringsten auf der Neubearbeitung von antiken und mittelalterlichen Erzählstoffen. Dies gilt insbesondere für die Erzählliteratur der frühen Neuzeit.

Ziel der Tagung ist es, verschiedene Stoffgeschichten in den zwei Nationalliteraturen zu vergleichen, die innere Struktur der Stoffe und ihren Charakter sowie ihre Entfaltungsmöglichkeiten in den diversen literarischen Kontexten zu beleuchten. Aus stoffgeschichtlich-poetologischer Perspektive sind neue Erkenntnisse über den dichterischen Schaffensprozess zu gewinnen. Darüber hinaus lassen sich bisher wenig bekannte kultur- und literaturgeschichtliche Entwicklungen genauer als bisher beschreiben und analysieren.

In der ungarischen Literatur sind von derartigen Stoffen in der frühen Neuzeit u. a. bearbeitet worden: Ahasver, Alexander, Barlaam und Josaphat, Eulenspiegel, Fortunataus, Genovefa, Hero und Leander, Magelone, Salamon und Markalf, Witwe von Ephesus. In der deutschen Literatur der frühen Neuzeit kommen noch Bearbeitungen weiterer Stoffe hinzu, etwa Haimonskinder, Hug Schapler, Melusine, Faust. Das Kolloquium soll u. a. folgende Fragen klären: In welchem Umfang und in welcher Form sind die alten Stoffe neubearbeitet worden? Warum verbreiteten sich manche Stoffe in einem bestimmten geographischen Raum und manche nicht? Welche neuen Funktionen und Kontexte haben sie erhalten? Wie positionieren sich die frühneuzeitlichen Bearbeiter der Stoffe im Kontext des Dichtungsverständnisses ihrer Zeit? Welche Mentalitäten und Leserschichten bedienen sie?

Prof. Dr. Dieter Breuer (Aachen) Prof. Dr. Gábor Tüskés (Budapest/Eger)

Hier gelangen Sie zum vorläufigen Programm. (Fassung vom 16. März 2008; pdf-Dokument, ca. 40 KB)

 

 

Grimmelshausen als Kalenderschriftsteller
und die zeitgenössische Kalenderliteratur

Arbeitsgespräch der Grimmelshausen-Gesellschaft
vom 21. bis zum 22. März 2009 in Oberkirch


Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltet vom 21. bis zum 22. März 2009 in Oberkirch ein Arbeitsgespräch zum Thema „Grimmelshausen als Kalenderschriftsteller und die zeitgenössische Kalenderliteratur”.

Im Zentrum der kritischen und intensiven Auseinandersetzung sollen die ersten Jahrgänge des Europäischen Wundergeschichten-Calenders (1670–1675), der Ewig-währende Calender (1670) und Deß jungen ehelich gebohrnen Simplicissimi Neu und alter Schreib-Kalender (1675) stehen.

Die Grimmelshausen-Gesellschaft hat sich zuletzt 1994 im Rahmen eines Arbeitsgesprächs mit Grimmelshausen als Kalenderautor befaßt und die Beiträge in Simpliciana XVI (1994) publiziert. Damals stand sein Ewig-währender Calender im Mittelpunkt.

Anlaß für die erneute Beschäftigung mit der simplicianischen Kalenderproduktion ist ein Kalenderfund von Klaus-Dieter Herbst (Jena) im Stadtarchiv Altenburg. Dort entdeckte er den bisher verschollenen 1. Jahrgang des Europäischen Wundergeschichten-Calenders auf 1670 (Klaus-Dieter Herbst: Der Kalenderschatz im Stadtarchiv Altenburg. In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 9, 2007, S. 211–239). Zusammen mit Klaus Matthäus (Erlangen) bereitet er die kommentierte Faksimile-Edition der ersten drei Jahrgänge des Europäischen Wundergeschichten-Calenders (1670–1672) vor, die im Herbst 2008 erscheinen soll. Die Verfasserfrage und Beteiligung Grimmelshausens an den im Verlag Felßecker erschienenen Calendern werden auf der Grundlage der Entdeckung abermals zu erörtern sein. Damit steht auch die Echtheit der drei kleinen Calender-Continuationen wiederholt zur Diskussion. Zur orientierenden Einführung in die Problematik sei auf den Überblick von Jörg Jochen Berns verwiesen – Kalenderprobleme der Grimmelshausen-Forschung. In: Simpliciana XVI, 1994, S. 15–32 (mit Literaturhinweisen zum Themenkomplex).

Darüber hinaus hat Klaus-Dieter Herbst jüngst einen anderen unbekannten simplicianischen Kalender mit der Angabe des elsässischen Druckorts Molsheim (Drucker: Johann Heinrich Straubhaar) gefunden (3. Jg. 1675): Deß jungen ehelich gebohrnen Simplicissimi Neu und alter Schreib-Kalender (Molsheim 1675). Dieser in Molsheim von Straubhaar seit 1673 gedruckte und verlegte Kalender enthält im Kalendarium die Textspalte „Fernere Continuation, Deren 1673. angefangenen Simplicianischen Erzehlung“ und im zweiten Teil „Simplicianische Historien vom alten Simplicissimo“. Auch dieser Kalender wird in der genannten Edition als Faksimile veröffentlicht und kommentiert.

Das Kolloquium „Grimmelshausen als Kalenderschriftsteller und die zeitgenössische Kalenderliteratur” soll sich unter anderem folgenden Fragestellungen und Themenaspekten widmen: Beteiligung und Mitarbeit Grimmelshausens an den simplicianischen Kalendern, Probleme der Authentizität und Autorisation in der Kalenderproduktion, der mediengeschichtliche Ort der Kalenderschriftstellerei Grimmelshausens, der Verlag Felßecker (Nürnberg) als Kalenderverlag, Textformen des Kalendergesprächs und der Kalendergeschichten in zeitgenössischen Schreibkalendern, Integration literarischer Quellen und Erzählformen in Kalendern, Literarizität der Textsorte Kalender, Kalender als narrative Kompilationsliteratur, die Gattung der ewig währenden Kalender in der Zeit von ca. 1650 bis 1680, Manifestationen satirischer Kalender- und Astrologiekritik, der Druckort Molsheim im Elsaß und der Drucker Johann Heinrich Straubhaar.

Um Grimmelshausens Bedeutung und Position als Kalenderautor angemessen beurteilen zu können, ist es sinnvoll, den Kontext der zeitgenössischen Kalenderproduktion vergleichend zu berücksichtigen. Das Arbeitsgespräch soll sich dabei auf den Zeitraum von ca. 1650 bis 1680 konzentrieren und sich insbesondere den sechziger und siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts zuwenden. Beiträge zu anderen Kalenderautoren, zu anderen Jahreskalendern und ewig währenden Kalendern sind erwünscht.


Vortragsangebote nimmt entgegen:

Prof. Dr. Peter Heßelmann (Münster) (p.hesselmann@t-online.de)

 


Erotik und Gewalt im Werk Grimmelshausens
und im deutschen Barockroman

Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft
vom 18. bis zum 21. Juni 2009 in Gelnhausen


Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltet vom 18. bis zum 21. Juni 2009 in Gelnhausen eine Tagung zum Thema „Erotik und Gewalt im Werk Grimmelshausens und im deutschen Barockroman”.

Die Tagung soll sich unter anderem folgenden Fragestellungen und Themenaspekten widmen: Wie werden Erotik und Gewalt im Werk Grimmelshausens und im deutschen Barockroman dargestellt? Wie gehen Menschen insbesondere in der epischen Welt des simplicianischen Erzählers miteinander und mit ihren Affekten um, in einem „Zeitalter der Mitleidlosigkeit”? Wie verhalten sie sich, wenn es um die erotische Spannung der Geschlechter, auch um das Ausleben oder die Disziplinierung von Aggressionen geht, die körperliche wie unkörperliche Gewalt, zumal gegenüber Frauen, umfassen? Wie werden Gewalttäter und ihre Opfer – nicht nur im Hinblick auf die traumatisierende Erfahrung des Dreißigjährigen Krieges – beschrieben und beurteilt? Wie wird der zeitgenössische Diskurs um die Rechtfertigung und Ablehnung von physischer und psychischer Gewaltausübung argumentativ aufgegriffen? Inwiefern wird die Lust an der Gewalt literarisiert? Wie werden Manifestationen von Gewalt, Erotik und Sexualität ästhetisch vermittelt? Wie stehen normative Moralität, literarische Codierungen und Effekte im Horizont einer – wie angedeuteten – Evidenz des Tatsächlichen zueinander? Wie werden derartige Konflikte wahrgenommen, zart oder auch grobianisch symbolisiert, verdrängt oder beklagt, wie textualisiert, explizit und implizit bewertet, nicht nur in Kommentaren, sondern auch in Reaktionen des Abscheus, der Distanzierung, auch der Parodie und des anteilnehmenden oder schadenfrohen Gelächters?

Wer diesen Fragen nachgeht, wird in Werken Grimmelshausens fündig werden. Sie sind vor diesem Hintergrund erneut zu lesen und synoptisch im Umkreis der zeitgenössischen Erzählliteratur zu betrachten.

Vortragsangebote nehmen entgegen:

Prof. Dr. Peter Heßelmann (Münster) (p.hesselmann@t-online.de)
Prof. Dr. Wilhelm Kühlmann (Heidelberg) (wilhelm.kuehlmann@gs.uni-heidelberg.de)
Prof. Dr. Dieter Martin (Freiburg) (dieter.martin@germanistik.uni-freiburg.de)

 

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Ausschreibung eines fachdidaktischen Wettbewerbs

Für das Jahr 2009 schreibt die Grimmelshausen-Gesellschaft e. V. unter ihrem neuen Präsidenten, Herrn Prof. Dr. Peter Heßelmann (Münster), zum ersten Mal einen bundesweiten fachdidaktischen Wettbewerb für Lehrerinnen und Lehrer, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter und Studierende aller Schulformen aus. Die Ausschreibung 2009 geschieht bundesweit, besitzt allerdings aufgrund der besonderen Schuldichte einen Schwerpunkt und Pilotcharakter in Nordrhein-Westfalen.

Die Ausschreibung können Sie sich hier herunterladen: Ausschreibung (pdf-Dokument, 2 Seiten, ca. 30 KB)

 

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Neues aus der Grimmelshausen-Gesellschaft

Das Protokoll der Mitgliederversammlung am 23. Juni 2007 in Oberkirch können Sie sich hier herunterladen:

Protokoll der Mitgliederversammlung Juni 2007 (pdf-Dokument, 5 Seiten, ca. 50 KB)


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Richtlinien für die Druckeinrichtung der Beiträge zu "Simpliciana" und "Beihefte zu Simpliciana"

Die Richtlinien für die Druckeinrichtung der Beiträge können Sie sich hier herunterladen:

Richtlinien Druckeinrichtung (pdf-Dokument, 3 Seiten, ca. 50 KB)


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Download der "Simpliciana"-Formatvorlage für Beiträger


Hier kommen Sie zum Downloadbereich der Formatvorlage!


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Neuererscheinungen zu Grimmelshausen und seinen Werken

    Inhaltsverzeichnisse zu Simpliciana ab Band XXI (1999) und der Beihefte zu Simpliciana siehe unter

    "Simpliciana"



    Hillenbrand, Rainer: Erzählperspektive und Autorintention in Grimmelshausens „Simplicissimus“. Ein poetologischer Kommentar. Frankfurt a. M. [u. a.]: Peter Lang 2008.

    Bergengruen, Maximilian: Nachfolge Christi – Nachahmung der Natur. Himmlische und natürliche Magie bei Paracelsus, im Paracelsismus und in der Barockliteratur (Scheffler, Zesen, Grimmelshausen). Hamburg: Felix Meiner Verlag 2007 (Paradeigmata. 26).

    Grimmelshausen und Simplicissimus in Westfalen. Hrsg. von Peter Heßelmann. Bern [u. a.]: Verlag Peter Lang 2006 (Beihefte zu Simpliciana 2).

    Doms, Misia Sophia: „Alkühmisten“ und „Decoctores“. Grimmelshausen und die Medizin seiner Zeit. Bern [u. a.]: Verlag Peter Lang 2006 (Beihefte zu Simpliciana 3).

    Simplicissimus in Westfalen. Begleitheft zur Tagung der Grimmelshausen-Gesellschaft vom 23. bis zum 26. Juni 2005 in Münster. Hrsg. von Hans Galen, Klaus Haberkamm und Peter Heßelmann. Münster 2005.

    Gersch, Hubert: Literarisches Monstrum und Buch der Welt. Grimmelshausens Titelbild zum „Simplicissimus Teutsch“. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2004.

    Grimmelshausen: "Der abenteuerliche Simplicissimus". Ins Chinesische übersetzt von Li Shu. Mit Illustrationen von Joseph Hegenbarth. Peking, 2004. 484 S. ISBN 7-02-004285-6/I.3252.

    Battafarano, Italo Michele u. Hildegard Eilert: Courage - Die starke Frau der deutschen Literatur. Von Grimmelshausen erfunden, von Brecht und Grass variiert. Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt a.M., New York, Oxford, Wien: Peter Lang 2003 (= Iris. Forschungen zur europäischen Kultur. Hrsg. Italo Michele Battafarano, Bd. 21). 264 S.

    Otto, Karl F., Jr.(Hrsg.): A Companion to the Works of Grimmelshausen. Rochester, NY, USA and Woodbridge, Suffolk, UK: Camden House 2003 (= Studies in German Literature, Linguistics, and Culture, ed. by James Hardin), 400 S. (Beiträge von Karl F. Otto Jr., Christoph E. Schweitzer, Italo Michele Battafarano, Klaus Haberkamm, Rosmarie Zeller, Andreas Solbach, Dieter Breuer, Lynne Tatlock, Peter Hess, Shannon Keenan Greene, Alan Menhennet) (80 GBP, für Mitglieder 20% Rabatt).

    Gaede, Friedrich: "Der Wahn betrügt". Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Marbach 2002 (=Marbacher Magagzin 99/2002, Sonderheft). 60 S.

    Merzhäuser, Andreas: Satyrische Selbstbehauptung. Innovation und Tradition in Grimmelshausens "Abentheurlichem Simplicissimus Teutsch". Göttingen: Wallstein Verlag 2002. 256 S.

     



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Weiterführende Internetadressen



Hier finden Sie eine Auswahl interessanter Links zu Grimmelshausen und seinen Werken:


www.gutenberg2000.de/autoren/grimmels.htm


www.xlibris.de/Autoren/Grimmels/Grimmels.htm


www.oberkirch.de/inhalt/oberkirch/pages/grimmelshausen.html


www.alg.de/

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